Atemtechniken anlehnend an die Buteyko-Methode

 

 

Die Buteyko Atemtherapie wurde in den 1950 Jahren von dem russischen Arzt Professor Dr. Konstantin Buteyko entwickelt. 
Allgemein herrscht der Mythos das es gesund ist, tief ein und aus zu atmen.
Buteyko sah in diesem Glauben eine Ursache für die Verbreitung von chronischer Hyperventilation. Ursächlich ist auch Stress.
Bei einer Hyperventilation oder Überatmung handelt es sich um eine über den Bedarf gesteigerte Belüftung der Lungen.

Die zentrale Aussage der Buteyko-Methode ist, flache dem tatsächlichen Bedarf angepasste kleine Atemzüge sind gesund. Allerdings wird bezogen auf den Ort wohin geatmet wird, tief in den Bauch geatmet.
Bei körperlicher Anstrengung wird entsprechend intensiver geatmet. 
Buteyko deutete alle Atemstörungen bei denen die Atmung behindert wird als Schutzmechanismus des Körpers gegen verstärktes Atmen und den damit verbundenen zu großen CO2-Verlust. 
Zu diesen Atemstörungen gehören Asthmasymptome, chronische Rhinitis, Polypen, chronische Sinusitis, chronischer Husten, Verkrampfung und Entzündung der Bronchien mit Anschwellen der Schleimhäute. Buteyko Atemübungen führen zu einer Besserung.

Die Wirksamkeit der Atemübungen beruht nach Buteykos Erklärung darauf, dass die Fehleinstellung des Atemzentrums wieder umgekehrt wird, indem täglich phasenweise mit etwas Lufthunger geatmet wird. 

In Deutschland wurde die Buteyko-Methode inzwischen mit ihrer Aufnahme in die "Nationale Versorgungsleitlinie Asthma" (Träger: Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) als wirksam anerkannt; die Kosten werden von den Krankenkassen allerdings nicht erstattet. 

Die Wirksamkeit der Methode bei Asthma wurde in westlichen Ländern in bisher 7 Studien nachgewiesen. 
Die Resultate einer klinischen Studie, die 1998 in Australien veröffentlicht wurde (Bowler u. a., s.u.), zeigten, dass Asthma-Kranke, die diese Technik anwendeten, imstande waren, ihren Gebrauch an krampflösenden Medikamenten innerhalb von drei Monaten um durchschnittlich 90 Prozent zu reduzieren. Ihren Kortison-Verbrauch konnten sie um 49 Prozent vermindern. Trotz gesunkenem Medikamenten-Verbrauch verschlechterten sich die gemessenen Lungenfunktionswerte nicht. 
Mehrere weitere Studien führten zu ähnlichen Ergebnissen.

 

Die Buteyko Atemtechniken sind eine Selbsthilfemethode.          

Informationen und individuelle Übungsanleitungen finden Sie bei uns.